Lesermeinungen und Rezensionen zu meinen Büchern findet man z. B. in Leserforum Lovelybooks.

Den Link nach dort habe ich unter meinem Profilfoto hier hinterlegt...

 

 

 

 

 

 

 

Als Leseprobe aus "Der Wurzelzwerg und die Windfee" sehen Sie hier ausnahmsweise den Schluss des Märchens... Man sollte schließlich wissen, welche Moral vermittelt wird...

 

(Das Bild zum Vergrößern anklicken)

Leseprobe aus meinem Roman MIT DEM ZUG DER STÖRCHE
Die Abenteuer des kurpfälzer Reisenden und Naturforschers Wilhelm Schimper in den Jahren nach Napoleon...

Veröffentlichung am 30. November 2014 als eBook
Leseprobe aus dem historischen Roman.pdf
Adobe Acrobat Dokument 190.9 KB
Mit freundlicher Erlaubnis von Jennifer Malchow, Journalistin und Redakteurin des Pfalz-Magazins und Culivinesse - hier Ausgabe September 2013
Mit freundlicher Erlaubnis von Jennifer Malchow, Journalistin und Redakteurin des Pfalz-Magazins und Culivinesse - hier Ausgabe September 2013

 

 

 

 

 

 

Eine weitere Buchbesprechung 

 

(Weiterführender Link beim Klick auf das Bild)

Zu meinem Roman DIE FRUCHT DES ÖLBAUMS - DER KETZER gibt es eine ausführliche Rezension, die auch auf der Verlagsseite www.buch-ist-mehr.de veröffentlicht wurde:

 

"Gabrielle C. J. Couillez beweist ihre Leidenschaft für historische Vielfalt erneut: Die 1965 in Lingenfeld geborene Autorin hat bereits historisch und pädagogisch wertvolle Kinderbücher veröffentlicht – ihr erstes Werk „Die Taten des tapferen Ritters Bruno – eine Rrr-Geschichte“ ist nur eines davon.

Das war die Basis für ihre schriftstellerische Karriere. In vielen Interviews und ihrer Website betonte sie bereits, dass sie durch ihren Sohn zum Schreiben gekommen ist. Um ihm die Möglichkeit zu bieten, sich sprachlich spielerisch weiterzuentwickeln und anderen Eltern zu helfen, entstand das oben genannte Werk, bestehend aus Reimen und Worten, welche der besonderen „R-Nutzung“ unterliegen.
Doch nicht nur für Kinder ist sie eine geschichtliche Hilfe. Denn Erwachsene können froh sein, einer Autorin wie Couillez zu begegnen. Es ist die etwas andere Art, welche die ihr erstes und neuestes Werk für Erwachsene „Die Frucht des Ölbaums – der Ketzer“ herausstechen lässt unter all jenen historischen Romanen.

Bestehend aus drei Teilen ist der Werdegang in allen Facetten und Belangen des erst noch jungen Ketzers Olivier de Termes beschrieben: „Prolog“, „Intermezzo“ und der wohl aussagekräftigste Part „Paratge – Mesura – Lerguesa“ (okz. Gleichheit, maßvolle Lebensführung, Großherzigkeit).

Im Präsens geschrieben wird ein intensives Zeitgefühl vermittelt. Man lebt den Protagonisten, fühlt, leidet mit ihm und lernt alle historisch relevanten Personen, die seinen Weg sowohl begleitet, wie auch mit beeinflusst oder gar geebnet haben, kennen. Nennenswerte Persönlichkeiten wären hierbei seine Mutter Ermessende, ihr späterer Mann Bernard-Hugues und sein Onkel Benoit.

Es ist kein historischer Roman im üblichen, zu viel gelobten Sinne, welcher seinen Reiz und Charme der Zeit aufgrund erotischer Liebeleien erfährt. Sicherlich spielte die Sexualität in der damaligen Zeit, wie man vielen Berichten entnehmen kann, eine sehr große Rolle – selbst auch heute tut sie das. Nichtsdestotrotz liegt das Hauptaugenmerk im gesamten historischen Roman auf dem Hauptprotagonisten Olivier de Termes, seinem Land und der Zeit. Spannung entsteht beim Lesen allein aufgrund des Interesses an dem geschichtlichen Hintergrund und der Neugierde an der Figur im Roman.
Dadurch ist es ein wirklich sehr spezieller historischer Roman im Zeitalter des 13. Jahrhunderts in Frankreich.

Liebesszenen sind nicht tragend, werden hier nicht in den Mittelpunkt gerückt und beflügelten mich als Leser lediglich darin, zu erfahren, was Olivier durch seine Erfahrungen schlussfolgert. Gerade, was seinen Glauben betrifft, hadert er immer wieder mit sich – soll er sich den weiblichen Reizen hingeben, oder nicht?
Selbst die Homosexualität wird angeschnitten und doch nicht zentralisiert, herausgerissen und hervorgehoben – Couillez versteht es die Sexualität des Menschen lediglich als Nebeneffekt, als Teil eines jeden Lebens zu betrachten und darzustellen.

Gestört wurde mein Lesefluss lediglich durch die vielen Abschnitte, welche von der Sinnhaftigkeit eher Absätze hätten darstellen sollen. Gerade zu Beginn war es dadurch sehr schwer für mich, mich auf den Stil und die Gegebenheiten im Prolog einzustellen – die Burg de Termes wird dort soeben von den Kreuzfahrern angegriffen, nicht nur ein kostspieliges, strategisches und anstrengendes Unterfangen für beide Seiten. Gerade beim gleichmäßig durchgängigen allwissenden Erzähler, welcher ab und an gern auch die personalere Version von Olivier annimmt, hatte ich beim Lesen das Gefühl, bei jedem neuen Abschnitt herausgerissen zu werden. Ein Abschnitt stellt für mich einen Ortswechsel, Personenwechsel oder beispielsweise eine Rückblende dar. Unglücklicherweise gehen dadurch wirkliche Ortswechsel unter und sind nur durch ein sehr aufmerksames, konzentriertes, wenn auch anfangs anstrengendes, Lesen bemerkt worden.

Wohingegen die sprachliche Gestaltung meine Anspannung nicht nur auflockerte, sondern gerade erhellte. Couillez verwendet einen durchgängig anspruchsvollen Stil auf historischer Ebene, welcher nicht zuletzt ihrer sehr intensiven Recherchearbeit anzurechnen ist. Dieser versucht alles möglichst realistisch, genau und detailreich darzustellen. Er äußert sich allein schon in den verwendeten Worten wie: „Bonhomme“ (S. 11), „Melioramentum“ (S. 21), „Endura“ (S. 47) – vollständiger Verzicht auf Nahrung, um sich der Initiation durch das „Consolamentum“ würdig zu erweisen – Beginn bei Hoffnungslosigkeit.

„Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle denen, die sie gefunden haben.“, hieß es von André Gide.
Im Hinblick auf dieses Zitat und Couillez’ Stil, hatte ich beim weiteren Voranschreiten der Geschichte von Olivier immer mehr den Eindruck ihn verstehen zu können, wobei man sagen muss: Es ist nur ein Teil seines Lebens, der zweite Teil zu Couillez’ Reihe soll noch dieses Jahr übrigens erscheinen.

Olivier verliert, nach Ende seines Prologes, seinen Vater, befindet sich auf der Flucht vor den Kreuzfahrern, lernt das Leben eines Ritters und Edelmanns kennen und ist stets immer darauf bedacht ein guter Christ, ein guter Okzitan zu werden, zu sein und weiter noch: zu bleiben. Sein Vater hatte damals, als er gerade einmal zehn Jahre alt war, seine Burg, de Termes, aufgegeben, vorher seine Bürger und die Gesunden noch insofern gerettet, dass er ihnen die Möglichkeit zur Flucht verschaffte – er selbst blieb jedoch zurück.
Gerade dieser Moment des Verlassens, des Aufgebens und der Zwiespalt, ob man stets das Richtige getan hat, begleiten Olivier auf seiner gesamten Reise durchgängig. Einfühlsam kann man sich mit seinen sensiblen Gedanken identifizieren. Dies wird kaum durch so gut wie keine Ellipsen, sondern stets durch viele Vergleiche dargestellt. Er stellt sein Handeln gern in Frage, hadert auch in Bezug auf den oben genannten Vorfall mit seinem Onkel und seinem eigenen, reinen Gewissen hierbei – ob sich allerdings alles zum Guten wendet, er von der Schuld, welche er seinem Onkel Benoit zuschiebt, ablässt oder es jemals kann? Das müsst ihr selbst erfahren. Doch so viel vorweg: Olivier äußerte sich bereits auf Seite 96 hierzu: „Der Zweifel am rechten Handeln seines Vaters bleibt, aber er versteckt ihn, begräbt ihn tief in seinem Herzen, um nicht weiter [Anmerkung: Von Benoit] gerügt zu werden.“ Lieber wäre es ihm, aus Sicht des gebrochenen Sohnes, wenn sich ohnehin für den eigenen Vater jemand anderes sich geopfert hätte, doch wäre dies der richtige Weg? Die richtige Denkweise?

Olivier begleiten wir auf insgesamt 664 Seiten, ein sich anschließendes Personenregister, Quellenverzeichnis, eine Zeittafel und dazugehörige Anmerkungen befinden sich auf den danach folgenden letzten Seiten.
Er wächst heran zu einem jungen Mann, einem Ritter, welcher sich nicht, wie zwischenzeitlich gedacht für Constance als Frau entscheidet, welche die er zunächst für ein kleines, unschuldiges, für sich zu junges Mädchen hält – doch im laufe der Zeit „[...] hat er sehr wohl gemerkt, dass sich Constance nicht das kleine Mädchen ist, für das sein Schwager sie hält.“ (S. 140). Oliviers Schwager, der Mann von Raymonde ist Guilhem-Jourdain. Gerade zu seiner Schwester hat der junge Ritter eine besondere Beziehung.
Zusammen mit Guilhem reist Olivier nach seiner Ausbildung viel umher, schließt sich den Faidits an und kämpft um die Zurückeroberung seiner Burg de Termes, welche zwischenzeitlich in Montforts Besitz und der Papstkrone gekommen ist. Gelingt es ihm, seinem Glauben auf all seinen Reisen und Unterbrechungen geschwächt durch seine Sehnsüchte treu zu bleiben?
Ist es richtig, so viel zu zweifeln und in Frage zu stellen?
An seinem Glauben und dem von Benoit, sprechen beide aus demselben Herzen Gottes?
Im Laufe der Zeit lernt unser nun doch schon sehr erwachsen gewordener Protagonist viele Freunde kennen, unter anderem Pons de Villeneuve. Er ist sogar bereit seinen Glauben zu leugnen vor den Augen Anderer und die des Papstes – doch hat dies einen Sinn?
Die Fragen aus Sicht meines, mir sehr ans Herz gewachsenen Franzosen, zählen für mich noch heute zu jenen, die heutzutage relevant sind und welche Couillez zur umfangreichen Figurendarstellung verholfen haben.
Was nützt einem all die Macht, wenn das Volk fehlt?
Was nützt all die Heuchelei des eigenen Glaubens, wenn der Mut zur Strebsamkeit fehlt?

Da ich mir vorher die Mühe gemacht habe und etwas zur Lebensgeschichte und Philosophie der Oktzitanen im spielenden Zeitalter des 13. Jahrhunderts recherchiert habe, bin ich sehr überrascht, wie detailreich, mannigfaltig und vor allen Dingen, wie historisch treu Couillez ihrem Schreibstil und ihrem Olivier stets geblieben ist. Wirklich niemals ist sie in den Jargon der heutigen Zeit gefallen, hat Gepflogenheiten von heute übernommen. Nicht eimal in jenen Passagen, wo stets sie sich den, wenn auch für mich sehr wenig vorkommenden und ab und an zu kurzen Umgebungs- / Situationsbeschreibungen, hingegeben hat. Dazu kommt: Hat sie, einmal die zu Beginn meiner Rezension genannten Begrifflichkeiten zum ersten Mal genannt, folgte stets nach dem erstmaligem Nennen die Erklärung trotz der Erklärung, welche sich am Ende des Romanes anschließt.
Okzitanische Rituale werden nicht bloß erklärt, sondern in Dialogen und Beschreibungen gelebt.

Es sind mehrere Arten des Kämpfens beschrieben im Roman – der Kampf des wahren Glaubens, der Kreuzzüge, der Inquisition im damaligen genannten Jahrhundert und des unterschwelligen Kampfes nach und für die wahre Liebe, unterschieden in den Bereichen der Familie und derer, welche man situationsbezogen als möglichen Partner ansieht.

Fazit: Couillez erreicht damit einen historischen Sieg auf ganzer Linie.
Wie es jedoch weitergehen wird, nachdem 1246 König Jaume I. die Rettung des Grafenhauses in Toulouse aufgibt, und was dies für Olivier bedeutet – wir werden sehen."

Mit freundlicher Genehmigung von Isabell Schuster

Mein Statement zu den homoerotischen Szenen in meinem Mittelalter-Roman

Bekannt ist, dass der Enkel Barbarossas, Friedrich II. der Staufer, allen geschlechtlichen Genüssen gefrönt hat und auch dass König Richard Löwenherz homosexuell war, auch wenn dies zu seiner Glorifizierung verschwiegen wird. Bekannt ist, dass aus kirchlicher Sicht Sexualität und im Besonderen Homosexualität schon immer verteufelt wurde (Was verteufeln Kleriker nicht …). Bei der Vernichtung des Templerordens wurden die Ordensritter unter anderem der Sodomie, wie die Homosexualität im Mittelalter genannt wurde, angeklagt und mir ist dies in der Geschichte das erste Mal als Anklagepunkt aufgefallen, der mit zur Todesstrafe der Templer beitrug (Anfang 14. Jhd.). Vor dieser Zeit wurde Homosexualität nicht besonders geahndet. Im Templerorden selbst, der ja auch seinen Mitgliedern das Gelübde der Keuschheit abverlangte, führte dies allerdings schon im 12. Jhd. zum Verlust des Ordensmantels und damit zu Ausschluss aus dem Orden .

Soviel ich weiß, sind lesbische Frauen, die sich ein männliches Geschlechtsteil z. B. aus gestopftem Leder umgürteten und miteinander bei erotischen Spielen erwischt wurden, schon früher als die Männer zum Tode verurteilt und von der Gesellschaft auch mit mehr Abscheu betrachtet worden. Emanzipierte Frauen, die sich nicht nur als Gebärmaschinen sahen, um materiell produktive Nachfahren, Erben zum Erhalt des Eigentums (Landes) in der Hand der jeweils ethnischen Gemeinschaft und “Kanonenfutter” zur Welt zu brachten, waren schnell zur Hexe gemacht.

Meine homoerotischen Szenen habe ich aus einem eigenen Gefühl der Inspiration und Gesprächserfahrungen mit Homosexuellen, Lesben und Transsexuellen heraus geschrieben und sie von homosexuellen Freunden mit Psychologiepraxis nachlesen lassen, ob ich damit sowie mit Oliviers psychologischer Auseinandersetzung mit dem Thema auch des Pudels Kern getroffen hätte, was diese mir bestätigten.

Schade, wenn dies einigen Lesern zuwider läuft. In heutigen Zeiten sollte mit Be- und Verurteilung von Lebensweisen anderer, solange sie niemanden schädigen oder körperliches und seelisches Leid zufügen, endlich abgeschlossen und tolerant umgegangen werden. Den Wert eines Menschen sollte man nicht an seinen Ansichten fest machen, die gegen den Strom der Masse schwimmen. Denn die Masse hat nicht immer recht. Die Akzeptanz der Vielfalt und Vielartigkeit in einer Gesellschaft kann nur bereichern. Dies macht eine Zivilisation aus.

Gabrielle C. J. Couillez

 

 

 

Dieser Link führt zu einem Blick in die eBook-Version

Interview mit der Autorin Gabrielle C. J. Couillez


Von Nicolas Thiery (HBF2 / 2014)

Vor wenigen Tagen hatte ich die Möglichkeit, mit der deutschen Autorin Gabrielle C. J. Couillez ein Interview über Facebook zu führen.

 

1. Hallo Gabrielle, wie geht es dir?

Danke, es geht mir momentan sehr gut. Ich habe das Gefühl, dass mir dieses Jahr viel Interessantes und Spannendes auf gute Art und Weise bringen wird.

 

2. Du hast bereits Kinderbücher und einen Erwachsenenromanen veröffentlicht. Wie kamst du eigentlich zum Schreiben? Ist dies ein Hobby, das du schon von Kind aus hast oder hast du es erst als Erwachsene entdeckt?

Lach! Eigentlich habe ich in der Schule nicht sehr gerne Aufsätze geschrieben, auch wenn ich eine gute Schülerin war. Lange Texte zu schreiben, war mir immer viel zu anstrengend und selbst meine privaten Briefe habe ich stets kurz gehalten.

Zum Schreiben bin ich erst aufgrund der mehrfachen Behinderung meines ältesten Sohnes gekommen, mit dem ich viele Therapien, unter anderem zur Sprachförderung, besuchen musste und er sich irgendwann gegen die Übungen, die auch zuhause gemacht werden sollten, sperrte. So habe ich mir andere Methoden ausgedacht, um ihm die Worte, die er damals üben musste, nahe zu bringen – und es entstand mein ersten Kinderbuch “Die Taten des tapferen Ritters Bruno”, das viele Worte mit dem “R-Laut” enthält und sich darum auch zur Sprachtherapie von Vorschulkindern eignet. Denn entspanntes Vorlesen, wobei das Kind möglichst noch kuschelig im Arm von Mama oder Papa liegt, dabei die Bilder betrachtet und dem – in diesem Fall gereimten – Text lauscht, ist eine gute Methode, der Entwicklungsförderung. Wichtig ist, dass die Geschichte schön betont vorgelesen wird. Dann hören Kinder gerne zu. Sie lieben Reime und eine häufige Wiederholung von bekannten Texten. – Man kennt das vom ständigen Abspielen der immer gleichen Hörspiele – So wird der Text aufgenommen und irgendwann spricht ihn das Kind von der Überbetonung des Lesers angeregt von selbst zum passenden Bild. Ohne Druck und Zwang…

 

3. Über was handeln die Kinderbücher und haben diese eine Verbindung mit deinen neuesten Büchern?

Danach schrieb ich die Geschichten von Frau Schnürps, mit denen dann die Präpositionen “in, auf, unter, usw.” oder auch der richtige Gebrauch von “mit” und “ohne” auf lustige Weise eingeübt werden können. – Man kennt das ja, dass Kinder meistens “mitohne” zusammen sagen: Z. B. “Ich will meine Pommes mitohne Ketchup!”

Meiner Meinung auch sehr hilfreich für die Kleinen, denn gut gelacht ist halb gelernt!

Zu meinen neuesten Büchern haben diese Kinderbücher keinen Bezug mehr. Außer, dass mein Sohn mich durch seine Behinderung zum Schreiben animiert hat. Und wenn man einmal damit angefangen hat, scheint man nicht mehr davon loszukommen

 

4. Im Jahre 2013 erschien der erste Band der „Die Frucht des Ölbaums“-Reihe mit dem Untertitel „Der Ketzer“. Kannst du uns kurz erzählen um was sich das Buch handelt?

Das ist mein erster Roman für Erwachsene. Darin geht es um den Katharerkreuzzug in Südfrankreich. Die Katharer waren eine christliche Sekte, die mehr den Lehren des Urchristentums gefolgt sind und die Lehren Jesu in der Bibel des Vatikans für verfälscht hielten. Sie sagten sich vom Papst los und zahlten keinen Zehnt mehr – ich denke, dieser letzte Punkt war ausschlaggebend, dass der Papst zum Kreuzzug gegen die Ketzer aufrief. Das deutsche Wort “Ketzer” ist übrigens eine Ableitung von “Katharer”. Der Protagonist meines Romans ist der damals lebende Ritter Olivier de Termes, dessen Lebensgeschichte sehr interessant ist und die Probleme und Sorgen des Adels damals auch aufzeigt. Mir geht es sehr darum Geschichtliches zu vermitteln und ein genaues Bild dieser Zeit des 13. Jahrhunderts zu zeigen. Die politischen Intrigen und das Machtstreben der Menschen ist das Gleiche wie heute. Ich hoffe, dass mein Roman aufzeigt, zu welchen Grausamkeiten dies führen kann, damit es nicht wieder geschieht und damit kein Krieg für heroisch und gut gehalten wird. Auch deshalb habe ich beim Schreiben die Zeitform des Präsens gewählt, die eigentlich sehr unüblich für einen Roman ist. Ich möchte die Reflektion auf das eigene Leben und Denken beim Leser anregen.

 

5. Was inspiriert dich zum Schreiben?

Hmm, was mich inspiriert… Ich habe mich schon als Kind für das Mittelalter, Burgen und alte Gemäuer interessiert. Wir haben ja auch interessante Burgen in unserer Pfalz…. Aber speziell zu diesem Roman hat mich ein Traum inspiriert, den ich mehrfach geträumt habe. Es ging darin um eine Burg hoch oben auf einem sehr felsigen, spärlich bewachsenen Berg. Das Sonnenlicht war sehr grell in meinem Traum und die Erde unter meinen Füßen war trocken und hart. Das Gefühl, das ich in jenem Traum hatte, war nicht angenehm. Ich hörte Leute “Verräter!” rufen und hatte die Zahl 1256 im Kopf… Viele Wochen fragte ich mich, wie ich dazu komme, einen solchen Traum zu träumen, konnte aber keine Verbindung zu TV-Sendungen oder Selbsterlebtem herstellen. Irgendwann erzählte ich es einer Freundin und sie brachte mich auf das Thema “Südfrankreich” und “Katharer”, von denen ich zuvor noch nie gehört hatte. So hatte ich meinen Ansatzpunkt zur Recherche im Internet. Und mit der Jahreszahl 1256 stieß ich auf Olivier de Termes…

 

6. Wie lange hast du gebraucht um dein Buch „Der Ketzer“ zu schreiben?

Zunächst habe ich nur aus eigenem Interesse recherchiert, so dass es einige Zeit dauerte, bis ich den Entschluss fasste, daraus einen Roman zu schreiben. Mit Recherche habe ich für den “Ketzer” etwa sechs Jahre gebraucht. Genau kann ich das nicht sagen, weil ich nach 10 Jahren dann ein Manuskript von ca. 1000 Seiten hatte, von dem “Der Ketzer” nur die Hälfte ausmacht.

 

7. Hast du einen Lieblingsort zum Schreiben oder kannst du an allen Orten schreiben?

Am liebsten schreibe ich mit untergeschlagenen Beinen auf meinem Sofa sitzend, das Laptop auf den Knien, prasselndes Kaminfeuer, leise Mittelaltermusik aus dem CD-Player, ein Räucherstäbchen mit Duft von Weihrauch, Kerzenlicht und einem guten Rotwein aus dem Languedoc. Aber man kann ja nicht das ganze Jahr den Kamin heizen! – Nein! Ich sitze dabei auch gerne in meinem Garten. Natur, Ruhe und ungestörtes Alleinsein sind wichtig, sonst kann man nicht in die Phantasie und die Szenen der Geschichte abtauchen, die man erzählen möchte. Das Kopfkino beim Schreiben ist schöner als beim Lesen… grins!

 

8. Welche Hilfsmittel hast du benutzt, um an deinen Büchern zu schreiben?

Laptop, Internet, viele Fachbücher, Landkarten, jede Menge fliegender Notizblätter, Recherchereisen und Fotos, die ich dort gemacht habe, Museumsbesuche, Schwertkampf-DVDs, Dokumentationssendungen – ich glaube, das war’s…

 

9. Wie ich gesehen habe, wird es von deiner „Die Frucht des Ölbaums“-Reihe eine Fortsetzung geben. Was wird in diesem Band passieren?

Ja, der zweite Band ist beim Verlag schon in der Mache. Ich hatte ja ein sehr umfangreiches Manuskript, das in einem Buch nicht gedruckt werden konnte. Der erste Band “Der Ketzer” hat schon 700 Seiten. Der zweite Band wird den Untertitel “Der Kreuzritter” tragen und von meinem Ritter Olivier de Termes ab seiner Lebensmitte weitererzählen. Es bleibt spannend, denn Olivier geht dann als Ritter in die letzten Kreuzzüge gegen die Muslime und wird zum Berater des damaligen französischen Königs Ludwig IX., der auch “Der Heilige” genannt wird. Wir begegnen wieder vielen historischen Persönlichkeiten und auch die ganze Geschichte darum herum beruht wie im ersten Band auf wahren Begebenheiten.

 

10. Wird es von der „Die Frucht des Ölbaums“-Reihe eine dritte Fortsetzung geben oder sind andere Projekte in Planung?

Ein italienischer Historiker will mit mir ein Buch schreiben, in dem es auch um Olivier de Termes, den Gral, das Grabtuch und Geheimnisse der Tempelritter geht. Aber das Ganze ist so umfangreich, dass es wohl eine eigene Romanreihe geben wird. Eine historische Projektgruppe steht dahinter und es wird sicher eine sehr interessante Arbeit, die leider noch nicht begonnen hat, weil die finanziellen Mittel dafür von der EU kommen sollen…

 

11. Hast du schon an einer Verfilmung deines Buches gedacht? Vielleicht hast du ja bereits Ideen für mögliche Schauspier. Wenn ja, welche wären es?

Verfilmen wäre klasse! Sicher ist das der Traum eines jeden Schriftstellers. Aber ich mag die deutschen Verfilmungen nicht so sehr. Sie sind immer so hölzern… Ich mag die Filme von dem Regisseur Ridley Scott. Schauspieler? Oh, da gibt es einige, die gut in meinen Roman passen könnten: Keanu Reeves, Johnny Depp, Brad Pitt und Sean Connery als Graf Raymond IV. von Toulouse - Heath Ledger hätte gut als Olivier gepasst…

 

12. Werden deine Bücher auch in anderen Sprachen veröffentlicht? Wenn ja, in welchen?

Das wäre auch eine super Sache! Aber dazu muss ein Buch erst ein Bestseller werden, denn Übersetzungen sind unglaublich teuer. Und bei so vielen Seiten…

 

13. Neben dem Schreiben hast du bestimmt andere Hobbys. Welche wären diese?

Ich singe gerne. Seit zwei Jahren bin ich in einem Chor, der auch moderne Songs singt. Danach hatte ich immer gesucht. Ich liebe die Natur und schöne Spaziergänge, gute Filme, beinahe jede Musik außer Hiphop. Letztes Jahr war ich z. B. auf dem Konzert von Nickelback in der SAP-Arena Mannheim. Natürlich lese ich viel und auch da Verschiedenes, nur nicht diese Schnulzenromane, eher Anspruchsvolleres wie die Romane von Exupéry oder die Memoiren von Giacomo Casanova – grins! – bestimmt besser als diese “grauen Schattierungen”…

Rezension auf einem Bücherblog - Link auf dem Foto hinterlegt
Rezension auf einem Bücherblog - Link auf dem Foto hinterlegt
Katharer, Gral, Akkon, Kreuzritter, Templer

 

 

 

 

 

 

 

Eine Leseprobe aus Band 2 des historischen Abenteuerromans über das Leben des Ritters Olivier de Termes

Dezemberausgabe 2013 der Berliner-Behinderten-Zeitung mit freundlicher Genehmigung von Carola Lymants
Dezemberausgabe 2013 der Berliner-Behinderten-Zeitung mit freundlicher Genehmigung von Carola Lymants
Vorleserin, Kurpfalz, Biedermeier, Mannheim, Heidelberg, Schimper, Elsass, Empire-Mode,
Autorin Gabrielle C. J. Couillez

 

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Wohnzimmerlesungen mit Gastautoren in meinem blauen Haus

 

Vergütung nach Absprache

 

Katharer, Gral, Montsegur, Carassonne, Katharer-Kreuzzug, Südfrankreich, Languedoc, Raymond de Toulouse
Autorin Gabrielle-C-J-Couillez

 

Mein historischer Roman erhältlich im Verlagsshop als Buch und eBook beim Klick auf das Cover

Keuzzug, Ritter, Templer, Akkon, Ludwig der Heilige, Kreuzritter, Gral, Grabtuch

Ein Buch gegen den Krieg! Ein Buch, das berührt und uns unsere tiefsten Abgründe bewusst machen soll...

Ab sofort kann auch Band 2 meines historischen Romans um den Ritter Olivier de Termes für 19,90 € erworben werden!

Weiterleitung zum Verlagsshop beim Klick auf das Cover

Foto Juan Termes
Foto Juan Termes

"Wir brauchen Bücher, immer mehr Bücher!

Durch das Buch, nicht durch das Schwert, wird die Menschheit die Lüge und Ungerechtigkeit besiegen!" (Emile Zola)


Link zur facebook-Seite des Buches

 

Ein neuer Roman aus der Biedermeierzeit über den Kurpfälzer Naturforscher Wilhelm Schimper und seine Abenteuer!

 

Der erste Band wird demnächst über den Waldkirch-Verlag neu aufgelegt!

Mannheim, Kurpfalz, Napoleon, Kurfürst, Afrika im 19. Jahrhundert

Von der 1. Auflage sind nur noch wenige Exemplare über mich erhältlich!